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Schwäbische Zeitung vom 07.07.2004:
Großfeuer zerstört Papier Brenner Ein Großbrand in der Neu-Ulmer Innenstadt hat gestern Abend die Feuerwehren und Rettungskräfte von Ulm und Neu-Ulm mehrere Stunden lang in Atem gehalten: Das Geschäftshaus von Papier Brenner in der Bahnhofstraße wurde ein Raub der Flammen. Mehr als 100 Feuerwehrleute aus beiden Städten bekämpften den Brand, fünf Einsatzkräfte wurden verletzt. Kurz nach 20 Uhr traf die erste Meldung in der Leitstelle der Neu-Ulmer Hauptwache ein. Als die ersten Löschzüge in der Bahnhofstraße 55 eintrafen, stand der Ausstellungs- und Verkaufsraum von Papier Brenner, einem Handelshaus für Bürotechnik, Bürobedarf und EDV-Zubehör, bereits in Flammen. Das Feuer war nach ersten Ermittlungen im Verkaufsraum im Erdgeschoss ausgebrochen und hatte sich wie durch einen Kamin durch das große Treppenhaus bis ins Dachgeschoss ausgebreitet. Die Verkaufsräume mit Büromöbeln und Geräten brannten völlig aus. Eine Rauchwolke zog über die Neu-Ulmer Innenstadt hinweg, der beißende Brandgeruch wurde sogar in der Ulmer Oststadt wahrgenommen. Warnung über Rundfunk Über Radio wurden die Anwohner und Nachbarn aufgefordert, Türen und Fenster ihrer Häuser geschlossen zu halten. Die Polizei sperrte den Brandort weiträumig ab, der Verkehr wurde umgeleitet. Während der Löscharbeiten musste die unmittelbar hinter dem Geschäftshaus vorbeiführende Bahnlinie München-Stuttgart für eine halbe Stunde komplett gesperrt werden. Hunderte Schaulustige, die die Löscharbeiten verfolgten, behinderten teilweise den Einsatz der Rettungskräfte. Die Gaffer standen in dichten Rauchwolken und mussten von Rot-Kreuz-Helfern aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich geschafft werden. Beißender Qualm "Es war ein beißender Qualm in der Luft", schilderte ein Augenzeuge die Folgen des Großfeuers. Die Feuerwehren aus Neu-Ulm und den Ortsteilen Pfuhl und Burlafingen sowie die Ulmer Wehr waren mit zahlreichen Löschwagen und Drehleitern im Einsatz. Einige Menschen wurden noch rechtzeitig aus dem brennenden Gebäude gerettet. Fünf Feuerwehrleute erlitten bei dem Großeinsatz Verletzungen, weil die gläserne Schaufensterfront des Geschäftshauses angesichts der Hitzegrade zerplatzte. Über die Brandursache konnten Feuerwehr und Polizei am späten Abend noch keine Angaben machen. Der Schaden, den die Flammen anrichteten, geht aber in die Millionen Euro. Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg war am Brandort und sorgte dafür, dass die Bewohner der Innenstadt vor der giftigen Rauchgaswolke über den Rundfunk gewarnt wurden. Insgesamt kämpften die Feuerwehren aus beiden Städten fast zwei Stunden lang gegen die Flammen, bis der Brand unter Kontrolle war. Noch bis tief in die Nacht suchten die Einsatzkräfte nach Glutnestern und noch aktiven Brandherden.
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