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ULM (th). Bei einem Brand am Dienstag (26.07.2005) abend gegen 22.45 Uhr im Keller eines siebengeschossigen Hochhauses wurde das gesamte Gebäude verqualmt und musste evakuiert werden. Es gingen bei der Feuerwehrleitstelle mehrere Brandmeldungen aus dem Gebäude ein, die nicht sicher auf den Brandherd schließen ließen, es war sowohl vom Keller als auch vom fünften Stockwerk die Rede. Da aber mehrere Anrufe eingingen, musste von einem größeren Ereignis ausgegangen werden. Die erste Lagemeldung bestätigte dann auch die Verrauchung des gesamten Treppenhauses. Neben dem Erstangriff mit zwei C-Rohren wurde parallel die Menschenrettung mittels Drehleiter betrieben. Mehrere Hochdrucklüfter wurden vor dem Eingang und an den Kellerfenster Richtung Garten in Position gebracht. Neben den Löschzügen Innenstadt und Söflingen war auch Lehr im Einsatz, wie bei jedem Großeinsatz geleitet von der Führungsgruppe. Der Bus der Feuerwehr diente als Unterkunft für unverletzte Hausbewohner; der Löschzug Wiblingen besetzte die Hauptwache für eventuelle weitere Alarme. Eingesetzt wurden nach einer ersten Aufstellung 68 Feuerwehrleute, darunter 20 PA, mit insgesamt 14 Fahrzeugen. Der Rettungsdienst von DRK und ASB war mit 46 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen vor Ort, der leitende Notarzt wurde von fünf Notärzten bei der Sichtung der 22 Verletzten unterstützt. Vier Hausbewohner wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Auffallend schnell waren sehr klare Strukturen an der Einsatzstelle gebildet worden, bei meinem Eintreffen um 23.15 Uhr, also T+30, war der Halteplatz schon längst in Betrieb, auch mir konnte ein Abstellplatz für mein Auto zugewiesen werden, der im Einsatzverlauf nicht störte. Sehr positiv war dabei die breite Straße mit Radwegen und gegenüberliegender Bushaltestelle sowie gepflegten Wiesen seitlich.
Gegen 00:45 Uhr waren alle Wohnungen auf Rauchfreiheit kontrolliert worden, so dass die unverletzten Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Die Ermittlungen zur Brandursache hat noch in der Nacht die Kriminalpolizei übernommen, auch die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Eine Brandwache wurde durch die Feuerwehr bis gegen 07:00 Uhr gestellt.
Anmerkung: Meine Zahlen stammen aus der Einsatznacht, die Differenzen in den Zahlenangaben zur untenstehenden Pressemitteilung kläre ich noch ab...
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Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm und der Polizeidirektion Ulm vom 27.07.2005
Wegen Brand Wohnhaus evakuiert
Ulm / Insgesamt 23 Personen, darunter eine Feuerwehrfrau, sind nach einem Brand in der Nacht zum Mittwoch in Ulm ärztlich behandelt worden. Die Brandursache ist bislang unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Ein Hausbewohner meldete den Brand gegen 22.45 Uhr der Feuerwehr und der Polizei. Zu dieser Zeit brannte es im Keller eines siebengeschossigen Mehrfamilienhauses im Egertweg. Die Feuerwehr rückte mit elf Fahrzeugen zur Brandstelle aus. 61 Feuerwehrleute bekämpften den Brand und durchsuchten das Haus. Das Treppenhaus war nur mit Atemschutz zu betreten. Die Bewohner der 35 Wohnungen wurden evakuiert, sie brachten sich zunächst größtenteils auf der Dachterrasse des Hauses in Sicherheit. Feuerwehrleute begleiteten die Bewohner dann ins Freie, wo sie in einem Bus der Feuerwehr Unterschlupf fanden. Vor Ort kümmerten sich 46 Angehörige der Rettungsdienste und vier Notärzte um die Bewohner. 22 von ihnen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen behandelt und betreut, vier davon mussten stationär in einer Klinik aufgenommen werden. Sie konnten die Klinik noch in derselben Nacht wieder verlassen. Auch die Feuerwehrfrau musste ins Krankenhaus. Sie ist noch immer in Behandlung. Die übrigen Bewohner konnten bereits gegen 00.30 Uhr in ihre Wohnungen zurück. Bis dahin hatte die Feuerwehr, die den Brand schnell gelöscht hatte, das Haus rauchfrei gemacht. Nach ersten Ermittlungen der Polizei ist der Brand vermutlich im Bereich der von den Bewohnern genutzten Lattenverschläge im Keller ausgebrochen. Lediglich vier der Verschläge sind betroffen, demnach liegt der Sachschaden auch bei etwa 4.000 Euro. Die Ermittlungen zur Ursache des Brandes führt jetzt die Kriminalpolizei.
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