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Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm und der Polizeidirektion Ulm vom 16.07.2007
Entwarnung nach Bombendrohung gegen Krankenhaus Vorbereitete Pläne verhindern größere Schäden
Ulm / Keinen Sprengstoff fand die Polizei bei der Durchsuchung des Bundeswehrkrankenhauses in Ulm am Montag. Die beteiligten Institutionen waren sich im Verlauf eines abschließenden Pressegesprächs einig, dass die vorbereiteten Evakuierungspläne zu einem erfolgreichen Einsatz führten, der über die Unannehmlichkeiten für die Patienten hinaus ohne größere zusätzliche Beeinträchtigungen verlief. Gegen 13.00 Uhr war bei einer örtlichen Zeitung eine anonyme telefonische Bombendrohung gegen das Krankenhaus am Oberen Eselsberg eingegangen. Krankenhausleitung und Polizeidirektion Ulm leiteten daraufhin in enger Abstimmung mit den anderen Sicherheits- und Hilfsinstitutionen alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Patienten, Mitarbeiter und Besucher ein. Die Ernsthaftigkeit der Drohung war nicht abschließend einzuschätzen, auch aufgrund der Besonderheit des Objekts. Die Entscheidung der Krankenhausleitung für Räumung des Gebäudes unterstützten zahlreiche Helfer der Feuerwehr, der Rettungsdienste und weiterer Hilfsorganisationen. Sie sorgten dafür, dass rund 500 Patienten und eine ebenso große Zahl an Personal unverzüglich in umliegende Kliniken und Gebäude gebracht wurden. Beim Deutschen Roten Kreuz wurde ein Infotelefon eingerichtet, bei dem Angehörige Auskunft über den Verbleib der evakuierten Patienten erhielten. Starke Polizeikräfte, die teils aus anderen Bereichen des Landes wie auch aus Bayern zusammengezogen wurden, suchten die zahlreichen Flügel und Ebenen des Gebäudes bis in die Abendstunden ab. Sprengstoffspürhunde unterstützen die Beamten. Entschärfungsexperten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg überprüften mehrere gefundene Gegenstände näher, alle erwiesen sich als harmlos. Ab 19.00 Uhr informierten Vertreter der beteiligten Behörden und Institutionen in einem gemeinsamen Pressegespräch zu der schweren Straftat, zum Einsatzgeschehen und zur Evakuierung. Sie lobten insbesondere die reibungslose Einsatzabwicklung mit hohem Kräfteaufwand, die in kürzester Zeit zur Evakuierung aller Personen führte. Sie sollen baldmöglichst in die Klinik zurückgeführt werden, die entsprechenden Vorbereitungen dazu seien bereits getroffen. Mit Hochdruck ermitteln die Staatsanwaltschaft Ulm und die Kriminalpolizei Ulm, um den Urheber der Drohung zu finden. Die Ermittlungen würden in alle Richtungen geführt. Nähere Informationen, auch zu möglichen Hintergründen der Tat, seien bislang nicht bekannt. Man werde jedoch alles Mögliche tun, um des Täters habhaft zu werden und ihn seiner strafrechtlichen Verantwortung zuzuführen.
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