aus dem Pressebericht der Polizeidirektion Ulm vom 25.05.2008:

Brand in Ulmer Recyclingfirma

Ulm / Bei einem Großbrand in einem Ulmer Recyclingbetrieb ist in der Nacht zum Montag erheblicher Sachschaden entstanden. Bei den folgenden Löschmaßnahmen wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt und musste ärztlich behandelt werden.
Der Brand wurde kurz vor 21.00 Uhr von einem Beschäftigen der Firma im Industriegebiet Donautal entdeckt. Gleichzeitig mit ihm meldeten zahlreiche Zeugen den Brand. Als Feuerwehr und Polizei wenige Minuten später bei der Firma eintrafen, stand eine Lagerhalle bereits in Flammen. Das Feuer griff schnell auf Papierballen über, die auf dem mehrere tausend Quadratmeter großen Firmengelände lagerten. Der Feuerwehr gelang es durch ihren schnellen und massiven Einsatz, eine benachbarte Halle vor dem Brand zu schützen. In dieser Halle waren Brennstoffe gelagert, die aus den Abfällen hergestellt wurden. 300 Feuerwehrleute aus Ulm und Neu-Ulm, unterstützt von den Wehren aus Ehingen, Laichingen und Blaustein, bekämpften die Flammen und schützten die benachbarten Firmen. Die Polizei sperrte den Brandort weiträumig ab, was auf den Straßen rund um das Donautal zu leichten Verkehrsbehinderungen führte. Mehrere Streifen forderten in Grimmelfingen, Einsingen und Donautal die Bewohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Dank des starken Ostwindes wurde der Rauch von der Ulmer Innenstadt weggetrieben. Er stieg steil nach oben und wurde in Richtung des Alb-Donau-Kreises davongetragen. Die Feuerwehr führte sowohl an der Brandstelle als auch entlang des Rauches Messungen durch. Gefährliche Konzentrationen wurden jedoch nicht festgestellt. Die Ulmer Rettungsdienste, die ebenfalls mit starken Kräften am Einsatzort waren, mussten bis 23.00 Uhr einen Feuerwehrmann ärztlich behandeln, der sich leicht verletzt hatte.
Der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner, der Leiter der Ulmer Staatsanwaltschaft, Dr. Wolfgang Zieher, und der Leiter der Polizeidirektion Ulm, Kriminaldirektor Karlheinz Keller, informierten sich vor Ort über die Lage und die getroffenen Maßnahmen.
Die Kriminalpolizei nahm noch am Brandort die ersten Ermittlungen zur Brandursache auf. Bislang liegt kein konkreter Hinweis auf eine mögliche Brandursache vor. Der Brandort kann derzeit noch nicht betreten werden. Die Löscharbeiten werden sicherlich noch Stunden andauern.





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aus dem Pressebericht der Polizeidirektion Ulm vom 26.05.2008:

Millionenschaden nach Firmenbrand
Ulm / Der Sachschaden, der bei dem Brand in einer Ulmer Firma in der Nacht zum Montag entstanden ist, geht in die Millionen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern derzeit noch an.
Wie berichtet, war der Brand am Sonntagabend entdeckt worden. Hunderte Feuerwehrleute bekämpften die Flammen und konnten Teile des Gebäudes noch retten. Eine Halle, in der Recyclingmüll für die Weiterverarbeitung vorbereitet wird, brannte jedoch vollständig aus. In einem abgetrennten Teil der Halle befinden sich Maschinen, mit denen der Müll zerkleinert wird. Auch dieser Teil der Halle brannte aus. Den angebauten Verbindungstrakt zu einer Lagerhalle dagegen konnte die Feuerwehr retten. So blieb auch die Lagerhalle selbst, in der das aufbereitete Material aufbewahrt wird, unversehrt. In dieser Halle befindet sich ein Mehrfaches der Menge, die auf dem Gelände im Freien lagerte. Diese Materialien im Freien, Kunststoff- und Papierballen, brannten ab. Aufgrund der Dichte der gepressten Ballen müssen diese nun nacheinander von der Feuerwehr geöffnet werden, um alle Glutnester zu bekämpfen. Auch in der abgebrannten Halle flammen immer wieder kleinere Feuer auf, die von den Wehrmännern gelöscht werden. Wegen der großen Menge an brennbarem Material auf dem Gelände ist davon auszugehen, dass die Brandbekämpfung im Laufe des Montags noch nicht abgeschlossen werden kann.
Die Halle wurde durch den Brand so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass das Dach zum Teil eingestürzt ist. Im Laufe des Montagnachmittags soll nun eine Firma damit beginnen, das Dach vollständig abzutragen. Erst danach, und wenn auch die Brandbekämpfung so weit fortgeschritten ist, kann die Halle betreten werden. Bis dahin versucht die Polizei, mit weiteren Ermittlungen, wie etwa Vernehmungen, Hinweise auf die Brandursache zu bekommen.
Mittlerweile wird die Feuerwehr vor Ort vom Technischen Hilfswerk unterstützt. Durch die Löscharbeiten kommt es auch zu Verkehrsbehinderungen. Unmittelbar nach Brandbeginn wurden mehrere Straßen gesperrt, darunter die Wiblinger Allee und die Hans-Lorenser-Straße. Dies war erforderlich, weil das Löschwasser in Schläuchen von der Donau hergepumpt werden musste. Wegen der Fahrzeuge, die dennoch die Straßen passierten, wurden mehrere Schläuche beschädigt. Noch im Laufe der Nacht konnte die Sperrung der Hans-Lorenser-Straße aufgehoben werden, sodass eine örtliche Umleitung möglich war und die Behinderungen für den Berufsverkehr gemindert werden konnten. Dennoch ergaben sich auf den Straßen rund um das Industriegebiet Donautal Staus.
Das Löschwasser, das vom Brandort abläuft, wird in Sammelbecken zusammengeführt. Von dort wird es mit speziellen Fahrzeugen abgepumpt und in Auffangbecken zwischengelagert. Nach einer Untersuchung des Wassers soll entschieden werden, ob es geklärt werden kann. Am Montag verschafften sich Feuerwehr und Polizei mit einem Polizeihubschrauber einen Überblick über den Brandort. Im Laufe der Flüge wurden auch die Gewässer im Nahbereich auf mögliche Verschmutzungen beobachtet. Hinweise auf Beeinträchtigungen der Gewässer ergaben sich jedoch nicht.
Weil auch im Laufe des Montag noch immer Rauchsäulen aus dem Firmenareal stiegen, setzte die Feuerwehr die Luftmessungen fort, die noch in der Nacht im Donautal begonnen worden waren. Sämtliche Messungen, die sich bis auf die Blaubeurer Alb erstreckten, ergaben keine bedenklichen Werte. Dennoch wurde die Bevölkerung auch am Montag noch gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Diese Aufforderung galt auch für die Bevölkerung von Ulm und Neu-Ulm, nachdem sich im Laufe des Montagnachmittags die Windrichtung änderte.
Wie bereits berichtet, ist bei den Löscharbeiten ein Feuerwehrmann leicht verletzt worden. Erste Schätzungen zur Höhe des Sachschadens, die in der Nacht zum Montag noch vorsichtig gemacht wurden, konkretisierten jetzt die Verantwortlichen der betroffenen Firma. Sie sprechen von einem Sachschaden in Höhe von etwa acht bis neun Millionen Euro.



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aus dem Pressebericht der Polizeidirektion Ulm vom 27.05.2008:

Brandermittlungen im Ulmer Donautal laufen weiter
Ulm / Nach dem am Sonntag ausgebrochenen Brand in einem Betrieb im Industriegebiet Ulm-Donautal dauerten am Dienstag die Löscharbeiten der Feuerwehr und die Brandermittlungen der Polizei an.
Inzwischen sind alle Straßen im Donautal wieder frei befahrbar. Derzeit tragen die Helfer noch immer Recyclingmaterial ab. In dessen Inneren befinden sich Glutnester, die es zu löschen gilt. Nachdem das Dach der ausgebrannten Halle entfernt wurde, war es den Ermittlern mit Unterstützung der Kriminaltechnik am Dienstagnachmittag erstmals möglich, am Brandort Spuren zu sichern und Proben zu erheben.
Für Mittwoch hat die Kriminalpolizei Ulm vorgesehen, den Brandort gemeinsam mit einem Brandsachverständigen des Landeskriminalamts eingehender zu untersuchen.



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...wird fortgesetzt!



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